Pflegetipps für April
 

Kübelpflanzenpflege im Winterquartier:  

Sonnenbrandgefahr:

Robuste, mediterrane Kübelpflanzen wie Olive, Lorbeer, Oleanderdürfen jetzt bereits hinaus ins Freie. Obwohl sie im Sommer volle Sonne lieben, sollten Sie jetzt zunächst beschattet aufgestellt werden. Die Blätter sind nach den lichtarmen Wintermonaten keine Einstrahlung mehr gewöhnt und ziehen sich ähnlich unserer Haut einen regelrechten Sonnenbrand zu. Braune, unregelmäßige Blattflecken sind die Folge. Oft werden sie für Kälteschäden gehalten, doch in Wahrheit ist die UV-Strahlung schuld. An einem teilsonnigen Platz adaptieren die Winterkinder langsam an den Lichtgenuss. Wer nur eine Südterrasse hat, wirft die ersten 10 bis 14 Tage Schattiernetze über die Kronen. Sollte strenger Frost zurückkehren, holt man die Frischlufturlauber nachtweise ins Haus zurück. 

Der Größte ist nicht der Beste:

Jetzt ist die ideale Zeit zum Umtopfen. Wählen Sie jedoch den Topf nicht zu groß. Er sollte eine Nummer größer sein und an den Rändern etwa 2 bis 4 cm Platz bieten. Setzt man die Wurzelballen in überdimensionierte Gefäße um, bleibt die frische Erde lange unbewachsen. Nach Regenfällen trocknet sie ohne die Aktivität der Wurzeln langsamer ab, wodurch sich rascher Staunässe und Wurzelfäulnis einstellen kann. 

Der Tortentrick:

Wenn Sie ältere Pflanzen nicht in immer größere Töpfe setzen möchten, schneidet man mit einer Säge oder einem scharfen Messer Stücke aus dem Ballen heraus. Sie gleichen Tortenstücken, deren Spitze mindestens 5 cm vor dem Stamm endet. Trennen Sie drei Stücke heraus, die ungefähr gleichen Abstand untereinander haben. Dann setzt man den Ballen in den alten Topf zurück und füllt die Lücken auf. Falsch wäre es dagegen, den Ballen runherum an den Seiten einzukürzen, da man hierbei einen Großteil der Feinwurzeln entfernen würde, die für die Nährstoff- und Wasseraufnahme verantwortlich sind.

Auszug der ersten Kübelpflanzen:
Anfang April dürfen die ersten mediterranen Kübelpflanzen wie Lorbeer, Oleander, Olive und Co. bereits hinaus ins Freie. Einige Frostgrade machen ihnen nichts aus. Sollte sich noch einmal Dauerfrost zurückmelden, holt man sie für diese Zeit ins Haus zurück, quartiert sie aber mit steigenden Temperaturen sofort wieder aus. Das frühe Ausräumen tut den Kronen gut, da draußen die Lichtintensität viel höher ist. Nächtliche Kälte macht möglicherweise überwinterten Schädlingskolonien den Gar aus. Allerdings sollten die Pflanzen, die Sie jetzt schon ausräumen, noch keine zarten, frisch getriebenen Blätter haben. Sie könnten Nachtfrösten zum Opfer fallen. Vorzeitig sprießende Exemplare bleiben deshalb besser bis Mitte Mai im Haus an einem sehr hellen Platz.

Alle Streben nach Licht:
Viele Kübelpflanzen treiben bereits ab März kräftig aus. Damit die frischen Sprosse nicht fahl und dünn werden, sollten man ihnen jetzt so viel Licht wie möglich bieten. Halbdunkle Kellerräume sind jetzt nicht mehr das, was lebenslustige Kübelpflanzen wünschen. Stellen Sie sprießende Pflanzen in helle Treppenhäuser oder direkt ans Fenster. Die Temperatur darf höher liegen als noch in den Wintermonaten, in denen die Pflanzen eine Ruhephase eingelegt haben. Bei hellem Stand sind um 15 °C kein Problem. 

Umtopfen:
Im März und April ist die beste Zeit zum Umtopfen. Die Lebensgeister der Pflanzen erwachen und ein neuer Topf mit frischer Erde bietet ihren neuen Energien genau den Freiraum, den sie für ihren Ausbreitungsdrang brauchen. Wartet man zu lange, blockiert die Enge im Topf, die oft mit Wassermangel, Staunässe oder Düngermangel verbunden ist, den ersten Wachstumsschub. Umgetopft werden jedoch nur solche Pflanzen, deren Wurzeln den gesamten Topf erobert haben. Ist der Ballen nur locker durchwurzelt, pausiert man ein weiteres Jahr. Das neue Pflanzgefäß sollte nur 4 cm (bei kleinen Töpfen), 6 cm (bei mittelgroßen Töpfen) und 10 cm (bei großen Töpfen) mehr durchmessen als der alte.


Pflanzenpflege im Wintergarten:

Temperatur-Management:

Der April macht, was er will und lässt bei Sonnenschein die Temperatur unter Glas extrem rasch klettern – und dann wieder drastisch sinken. Versuchen Sie durch kräftiges Lüften während der sonnigen Stunden die Temperatur auf einem gemäßigten Niveau (18 bis 28 °C) zu halten. Sonst werden vor allem in ungeheizten Wintergärten die Pflanzen zu stark zum Treiben getrieben – und in kalten Nächten können die frischen, widerstandsarmen Knospen Schaden nehmen.

Haben Sie den Durchblick?

Der berühmte Frühjahrsputz hat nicht nur etwas mit klarer Sicht zu tun. An den Scheiben können sich während der feuchten Wintermonaten allerlei Pilzsporen ansiedeln, die weder den Pflanzen noch Ihren Lungen gut tun. Fensterwischen dient deshalb ganz entscheidend der Hygiene im Wintergarten. Entfernen Sie noch einmal alles schadhafte oder zu Boden gefallene Laub.

Wasser marsch: Auf die Dosis kommt es an:
I
m April macht das Wetter, was es will. Und im gleichen Maße schwankt der Wasserbedarf Ihrer Pflanzen. Scheint die Sonne und lässt das Thermometer im Wintergarten rasch steigen, trocknen sie binnen weniger Stunden durch. Ist das Wetter trüb, reicht ein einziger Liter Wasser für viele Tage. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, dosiert zu gießen. Wässern Sie bei jedem Durchgang nur wenig – dafür aber häufiger. Ideal ist es, jeden Tag nach dem Rechten zu sehen. Als Gießwasser ist auch im Wintergarten Regenwasser ideal. Es sollte jedoch nicht direkt von draußen angezapft werden, sondern in einem Behälter so lange abstehen, dass es mindestens 15 °C hat. Zu kaltes Gießwasser bekommt vor allem tropischen Arten schlecht.


 

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