Pflegetipps für August
 

Topfgärten (Kübelpflanzen auf Balkon & Terrasse):  

Ganz schön schnittig:

Die meisten Pflanzen, vor allem immergrüne Arten, haben jetzt den größten Wachstumsschub für diese Saison abgeschlossen. Deshalb ist die Zeit günstig, Formpflanzen wie Kugeln, Kegel oder andere Figuren aus Buchs, Lorbeer oder Liguster erneut in Form zu bringen. Nach dem Schnitt wachsen die Kronen gerade so viel zu, dass die Schnittstellen überwachsen werden, die Form aber in der Regel bis zum nächsten Frühling erhalten bleibt. 

Rettung nach dem Urlaub:

Nicht jeder Pflanzensitter, den man während des eigenen Sommerurlaubs mit dem Gießen betreut hat, macht alles richtig. Sind einige Exemplare völlig ausgetrocknet, wenn Sie nach Hause kommen, hilft nur eines: Tauchen Sie den ganzen Erballen so lange in einen Eimer Wasser, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Sind die Pflanzen dagegen pitschnass - und das offenbar schon seit Tagen - topft man die Erdballen aus und stellt Sie auf Roste oder Gitter. So kann das Wasser rundherum ablaufen und Sauerstoff die frei gewordenen Poren füllen. Würden die Ballen in ihren Plastiktöpfen bleiben, dauert der Abtrocknungsprozess deutlich länger. Die Pflanzen werden anschließend wieder eingetopft und normal weitergepflegt. Verfallen Sie nicht ins Gegenteil und gießen Sie nach Trockenheit besonders viel oder nach Staunässe besonders wenig: das würde den Pflanzen noch mehr schaden! 

Welkes entfernen:

Die Bildung von Samen kostet die Pflanzen viel Kraft. Möchte man sie ohnehin nicht ernten und zur eigenen Aussaat verwenden, ist es deshalb besser, schon die Ansätze zu entfernen. Schneiden Sie Verblühtes regelmäßig ab, bevor es zu Samenständen heranreifen kann.

Wintergärten (Exotische Pflanzen unter Glas):

Schädlinge kontrollieren:

Die Hitze dieses Sommers nimmt viele Pflanzen trotz guter Pflege stark mit. Geschwächte Exemplare aber sind anfälliger für Schädlinge, die sie im Vollbesitz ihrer Abwehrkräfte nicht attackieren würden. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig und mit großer Sorgfalt auch die Blattunterseiten, Blattachseln, Stämme und die Erde Ihrer Pflanzen. Eine einfache Lupe (7- bis 20-fache Vergrößerung), die Sie für wenige Euro beim Optiker bekommen, leistet hier gute Dienste. Sobald sich erste Schädlingsherde zeigen, sollte sofort gehandelt werden. Siehe dazu die folgenden Punkte. 

Verpassen Sie Ihren Pflanzen eine kalte Dusche:

Gönnen Sie auch Pflanzen, die das ganze Jahr unter Glas stehen, eine regelmäßige Dusche. Sie wäscht nicht nur den Staub von den Blättern, sondern auch Schädlinge! Die späten Abendstunden, wenn die Temperaturen gesunken und die Verdunstung gering ist, sind für ein Überbrausen der Kronen am besten geeignet. Mobile Pflanzen in Töpfen stellt man in einen lauen Sommerregen hinaus. Spinnmilben lassen sich zwar durch Wasser nicht vertreiben, aber es zerstört ihre netzartigen Gespinste, auf denen sie sich bewegen und vermehren. Dadurch wird die Populationsentwicklung zurückgeworfen. Blattläuse nehmen vor Wasser regelrecht reißaus und lassen sich zu Boden fallen. Stellt man die Pflanzen zum Abduschen nach draußen, landen sie dabei auf dem Rasen und finden den Weg meist nicht mehr in den Wintergarten zurück. 

Wunderwaffe Hausmittel:

Gegen kleine Blatthausherde an Triebspitzen oder vereinzelte Schildläuse hilft ein altes Hausmittel bei mehrmaliger Anwendung in kurzen Abständen hervorragend: Die Spiritus-Schmierseifen-Lösung. Sie ist ungiftig und kann deshalb auch für Innenräume empfohlen werden. Geben Sie in einen Liter Wasser einen Esslöffel Schmierseife (erhältlich in jeder Drogerie) und eine Kappe Spiritus. Gut schütteln und die befallenen Stellen tropfnass einsprühen. Vorgang im Abstand weniger Tage wiederholen. Die Tiere trocknen aus, ihre Hüllen bleiben aber haften. Ein Drucktest zeigt, ob noch Leben in ihnen steckt. Bei glattblättrigen Pflanzen ist das Mittel unbedenklich einzusetzen, bei behaarten oder sehr zarten Blättern empfiehlt es sich, die Wirkung zunächst an wenigen Blättern zu testen. Zeigen sich keine Blattschäden, kann die Behandlung ganzflächig erfolgen.

 

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