| Pflegetipps für Februar |
|
Kübelpflanzenpflege
im Winterquartier: Jetzt schon zurückschneiden? Für den Rückschnitt ist es noch etwas früh. Die meisten Ihrer Schützlinge
befinden sich auch im Februar noch im tiefsten Winterschlaf, die Tage sind
immer zu kurz und lichtarm, um sie aufzuwecken. Warten Sie mit dem Rückschnitt
noch so lange, bis die Zweige mit dicker werdenden Blattknospen anzeigen,
dass die Pflanzen aktiver werden. Je nach Überwinterungsbedingungen ist
das ab März der Fall. Warum bleibt bei Strelitzien die Blüte aus? Haben Sie Geduld : Vielerorts ist der Schnee in den vergangenen Tagen endlich geschmolzen und man wagt es, erste Gedanken an den Frühling zu hegen. Doch es ist noch längst nicht so weit. Laublose Kübelpflanzen in ihren Winterquartieren schlagen jetzt noch nicht aus. Machen Sie sich deshalb keine Sorgen, wenn Ihre Bougainvilée, der Granatapfel oder die Feige noch nackt dastehen. Viele werden erst im April oder gar erst im Mai frisch sprießen. Haben Sie deshalb Geduld und werfen Sie jetzt auf keinen Fall die ersten Pflanzen weg, in denen vermeintlich kein Leben mehr steckt. Sie werden erstaunt sein, wie vital sich viele Totgeglaubte entwickeln werden. Prüfen können Sie die Lebensgeister, indem Sie einen kleinen Ast anschneiden. Ist die Schicht unter der Rinde (Kambium) saftig, ist alles in Ordnung. Hinweis: Versuchen Sie nicht, die Pflanzen durch vermehrtes Gießen zum Austreiben anzuregen, sondern warten Sie, bis die Triebe selbst das Startsignal geben. Sonst vernässt man die Erde leicht und es kommt zu Wurzelfäulnis. Langzeitdünger frühzeitig ausbringen: Pflanzenpflege im Wintergarten: Weg vom Fenster: Glasscheiben halten zwar die Wärme fest – sie selbst aber sind, je
nach Wärmeschutzfaktor, extrem kalt. Kälteempfindliche Blätter, die sie
berühren, färben sich schwarz. Rücken Sie mobile Pflanzen deshalb so
weit von den Scheiben Ihres Wintergartens weg, dass sich ein isolierendes
Luftpolster zwischen Blatt und Glas bilden kann. Beachten Sie auch, dass
sich in Scheibennähe Kaltluft stauen kann. Hier können um einige Grad
niedrigere Temperaturen herrschen als in der Raummitte, wo die geheizte
Luft zirkulieren kann. In Fensternähe deshalb nur kältetolerantere
Pflanzen aufstellen. Aufgedeckt, wie man am besten abdeckt: Bepflanzte Beete im Wintergarten sind wie Beete im Garten: hier keimt
so Einiges, was man gar nicht haben wollte. Die Samen fliegen zum Fenster
herein – sogar mit der eigenen Kleidung schleppt man anhängliche Körner
mit. Wer sich das Jäten sparen will, kann die Erde mit Rindenmulch
abdecken, z.B. mit Pinienmulch. Da die Zersetzung der Rindenstücke
unter Glas langsamer fortschreitet als im Freien, macht der
Gerbstoffeintrag in den Boden in der Regel keine Probleme. Obendrein schön
anzusehen ist eine Kies-/Schotterabdeckung, die man 1-2 Mal im Jahr
auffrischt. Als Abdeckung einzelner Kübelpflanzen sind Muschelschalen
eine hübsche wie effektive Lösung, ebenso Korkenstücke oder
Glasmurmeln. Reichlich Blüten, bevor das erste Blatt sprießt? Verjüngungsschnitt hält ältere Pflanzen fit: In diesen Wochen ist der beste Zeitpunkt, um überalterte und zu groß
gewordene Pflanzen kräftig zurückzuschneiden. Viele Arten befinden sich
noch in Saftruhe, der Frühling aber ist gleichzeitig nicht mehr weit, bis
die Selbstheilungskraft der Triebe die Schnittwunden rasch schließen
kann. Kürzen Sie beim Verjüngungsschnitt jedoch nicht nur die Triebe von
oben her ein. Man nimmt einige der ältesten Zweige ganz heraus, indem man
sie bodennah abschneidet. Dadurch schaffen Sie Platz für junge,
nachwachsende Sprosse, die wieder vitaler und blühfreudiger sind. Zusätzlich
werden dürre Zweige entfernt und beschädigte bis ins gesunde Gewebe zurückgeschnitten.
Quer schiessende und das Kronenbild störende Äste werden ebenfalls
entfernt. Das Ziel sind lichtdurchflutete Kronen mit regelmäßigem Geäst
und ansprechender Silhouette. Mulchen ja oder nein: Offene Erde ist Wintergärten mit Grundbeeten kein attraktiver Anblick. Ob man den Boden aber mulchen soll und mit was, darüber scheiden sich die Geister. Ein Mulchschicht aus Rindenstücken, wie sie im Garten gängig ist, hält zwar die Erde unkrautfrei und länger feucht. Schädlinge aber finden darin tausende Versteckmöglichkeiten. Zudem gibt vor allem Fichtenrinde Gerbstoffe ab, wenn sie zersetzt wird, was nicht alle Wurzeln vertragen. Besser ist unserer Erfahrung nach daher eine Abdeckung mit Steinen. Hierfür kommen Kieselsteine, aber auch Kunststeine wie Seramis in Frage. Diese Abdeckungen sind leichter sauber zu halten, wenn man herabfallendes Laub regelmäßig entfernt. Die wohl eleganteste Lösung ist die Unterpflanzung der Flächen mit niedrigen oder bodendeckenden Sträucher und Stauden, die wechelsonnige bis schattige Lagen vertragen. Hierzu zählen beispielsweise Chinesischer Bleiwurz (Ceratostigma), Natalpflaume (Carissa), Mäusedorn (Ruscus), Springbrunnenpflanze (Russelia), Orangenblume (Choisya), Klebsame (Pittosporum ’Nana’), Weihnachtsbuchs (Sarcococca) oder Weißdolde (Rhaphiolepis). |
|
|
|
© flora toskana - Schillerstr. 25 - 89278 Nersingen OT Straß - www.flora-toskana.de |