| Pflegetipps für Juni |
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Topfgärten
(Kübelpflanzen auf Balkon & Terrasse): Mulchen macht’s: Der nächste Sommer kommt bestimmt - auch wenn sich der Frühling dieses Jahr schwer tut und uns auch nach den Eisheiligen Nächte nahe des Gefrierpunktes beschert. Mit dem Sommer kommt die Hitze, die den Pflanzen mehr und mehr Wasser abverlangt. Um die Verdunstung zu reduzieren, kann man sich auch im Topfgarten einer Technik bedienen, die im Garten längst Standard ist: Mulchen. Decken Sie die Topferde mit einer Schicht Blähton, Seramis, Splitt, Kies, Muschelschalen oder Murmeln ab. Diese rund 1 cm dicke Lage hält die Erde nicht nur länger feucht und bewahrt sie vor Rissen, sondern unterdrückt gleichzeitig das Keimen von Unkräutern. Jetzt hagelt es Blattschäden: Bleiben wir beim Wetter: Jetzt ziehen nicht nur harmlose Gewitter übers Land. Manche von ihnen können Hagel mitbringen, der zarte Blätter leicht durchlöchert. Da das Gewebe meist nicht verheilt und das Laub in Kürze welkt, sollte man es umgehend entfernen und die Pflanzen zurückschneiden. So können bestehende Wunden besser verheilen und die Kronen treiben schneller neu durch. Das Laub wird nicht zum Keimherd für Krankheiten. Abgestanden ist’s am besten: Standort-Prüfung: Betrachten Sie Ihre Pflanzen jetzt sehr aufmerksam, denn ihr Verhalten
zeigt an, ob Sie den richtigen Standort gewählt haben. Sind die Abstände
zwischen den sprießenden Blättern (Internodien) ungewöhnlich lang und
der Blütenansatz schwach, ist der Platz möglicherweise zu schattig.
Entwickelt sich das Laub dagegen unnatürlich klein, bleibt es fahl und
schlappt sehr schnell, ist der Standort vermutlich zu heiß und sonnig.
Probieren Sie im Zweifelsfall einen neuen Platz aus. Geben Sie Ihren Schützlingen
zwei Wochen Zeit, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen – dann
erfolgt eine neuerliche, kritische Prüfung. Düngen mit Maß: Wer seine Kübelpflanzen mit Sofortdünger in flüssiger oder
Pulver-Form versorgt, sollte diesen jetzt einmal pro Woche mit ins Gießwasser
geben. Achten Sie bei der Dosierung genau auf die Angaben des Herstellers,
denn „viel hilft viel“ ist der falsche Rat. Dünger sind chemisch
gesehen Salze, die sich im Boden anreichern, wenn sie von der Pflanze
nicht verwendet werden können. Die Folge sind Versalzungen, die dem
Wurzelgewebe schaden. Angegriffene Wurzeln aber können noch weniger Nährstoffe
aufnehmen – der Teufelskreis schließt sich. Düngen Sie deshalb stets
wohl dosiert. Kümmert eine Pflanze, sollte man so lange mit dem Düngen
aussetzen, bis sie durch Zuwachs anzeigt, dass sie auf dem Weg der
Genesung ist. Sturm erprobt: Die Sommergewitter gehen häufig mit kräftigen Sturmböen einher, die so manche Kübelpflanze umwerfen können. Nicht nur die Töpfe gehen dabei zu Bruch, sondern auch wertvolle Pflanzen. Damit sie dem Wind mehr Widerstand bieten, können Sie die Töpfe mit größeren Kieselsteinen beschweren. Sie dienen gleichzeitig als nächtlicher Wärmespender, da sie die tagsüber aufgenommene Sonnenenergie zeitversetzt abgeben. Stehen die Töpfe auf offenem Boden oder Belägen mit großen Fugen, lassen sich die Töpfe mit Drahtkrampen im Erdreich fixieren. Dazu werden Eisenstäbe an einem Ende umgebogen, so dass die Biegung den Topfrand umfassen kann. Das andere Ende wird so tief wie möglich in den Boden gedrückt oder geschlagen. Drei dieser Krampen sichern einenTopf zuverlässig. Eine weitere Möglichkeit ist das Anbinden der Pflanzen an Geländern oder Haken in der Hauswand. Damit die Sisal-Schnüre die Rinde nicht aufscheuern, sollten Sie als Achterschleifen angelegt werden. Wintergärten (Exotische
Pflanzen unter Glas): Schattendasein: Gegen die Aufheizung von Wintergärten sehen viele Besitzer ihre Rettung darin, die Schattierungen auszufahren – zum Leidwesen der Pflanzen, die bei der Wetterlage hierzulande um jeden Sonnenstrahl froh sind. Deshalb gilt im Sinne Ihrer grünen Gäste: erst lüften, dann schattieren. Sorgen Sie durch offene Türen und Dachluken schon ab den Morgenstunden dafür, dass sich die Flächen erst gar nicht aufheizen. Wichtig ist dabei die Querlüftung, damit Sie Durchzug erzielen und die heiße Luft, die nach oben steigt, über die großzügig dimensionierten Dachfenster abfließen kann. In Fußbodennähe nehmen Wintergärten kühlere Luft auf, so dass ein klimaregulierender Kreislauf entsteht. Aus für Ameisen Auch wenn Ameisen den Pflanzen nicht direkt schaden, sind sie lästig
bis grob fahrlässig. Denn sie nisten sich im Wurzelbereich der Pflanzen
ein. Durch die Gänge und Hohlräume wird der Wurzelraum beschnitten und
die Erde kann weniger Wasser aufnehmen. Zudem sind Ameisen Hüter von
Blattlauskolonien, die sie gegen Feinde verteidigen und ihnen dafür süßen
Honigsaft entlocken. Deshalb sollte man Ameisen aus dem Winter- und
Topfgarten vertreiben. Bei Topfpflanzen hilft ein mehrstündiges Tauchbad,
das die Brut ertränkt und die Ameisen veranlasst, sich einen neuen Platz
zu suchen. In Grundbeeten helfen Fraßköder, die der Fachhandel anbietet. Abstand halten Unkräuter unerwünscht: Für Wildkräuter sind selbst geschlossene Glasflächen kein Hindernis. Über geöffnete Fenster fliegen ihre Samen hinein. Auch durch Erde und Pflanzen, die zeitweise draußen stehen, gelangen Vogelmiere, Weidenröschen, Franzosenkraut und viele mehr in den Wintergarten. Das Entfernen dieser ungebetenen Untermieter ist keine reine Frage der Optik! Sie sind sehr oft Keimzellen für Schädlingskolonien wie Blattläuse oder Weiße Fliegen. Deshalb sollten sie aus Gründen der Pflanzenhygiene und –gesundheit regelmäßig entfernt werden. Spitzenpflege: Starkwüchsige Pflanzen und solche, die sich natürlicherweise nur ungern verzweigen, sollten während des Sommers mehrfach entspitzt werden. Dazu kürzt man als Faustregel die Triebe um die obersten vier Blätter ein. Dieses leichte Kappen regt die Kronen zur neuerlichen Verzweigung an, die in der Folge zu dichterem Wuchs und reicherem Blütenansatz führt. Wasserspiele: Ein kleiner Springbrunnen, Sprudelstein oder eine große Wasserschale, in der frisch gepflückte Blüten treiben, ist nicht nur ein optischer Genuss für jeden Wintergarten. Wasserelemente bessern auch das Klima auf. Durch die Verdunstung erhöhen sie die Luftfeuchte und sorgen für leichte Kühlung – für Mensch und Pflanze. Besonders effektiv ist bewegtes Wasser, da sich bei kleinen Fontänen oder sprudelnden Oberflächen feine Tropfen lösen und die Luft ständig anreichern. Bei stehendem Wasser in Schalen geht die Verdunstung deutlich langsamer. |
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